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Restaurant
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Eine Anekdote vom Gastgeber
Bei der Wahl eines Gerichtes oder eines Weines, sollte man ab und zu ausbrechen können. Nicht etwa, das ich ausbrechen wollte, vielmehr darum, weil ich einfach nicht „routinemässig“ bestellt oder bedient wurde. Auf der Suche nach einem Hotelzimmer, bin ich in der Altstadt von Bordeaux auf ein aussergewöhnliches Restaurant & Rezept gestossen. An der Allée de Tourny, zwischen Bistros und eleganten Geschäften, ein schmaler Aufgang. Schlicht beschildert als „L’Entrecôte“. Alleine“?“ Die eher entäuschte Frage des Kellners! Eifrig wurde ich zu einen kleinen Tisch zuhinterst im Lokal geführt. „Rot oder weiss?“ Natürlich „rot“ (später habe ich mich belehren lassen). Der Garçon notierte meine Bestellung und Tischnummer bevor ich eigentlich wusste, was hier vor sich ging. Flinke Hände entkorkten die Weinflasche. Der Wein und ich, sind wir zu kurz gekommen? Ein Bordeaux ohne Etikette und ich ohne Degustation! Die Mängel ergaben sich schon bald als völlig gegenstandslos. Hauswein braucht gar keine Beschriftung und die beste Qualität hat auch keinen „Zapfen“! Emsiges Kommen und Gehen. Behände wurde aufgetragen und abgeräumt. Dann fiel auch mir die Ehre zu: Gratiniert, tranchiert, ein herrlicher Anblick. Sogar die Pommes-Frites schienen für einmal richtig gebacken zu sein. Ausgiebig habe ich diese Spezialität gekostet und mir ein paar Notizen gemacht. Später am Abend im alten, baufälligen "Grand Hotel de Bordeaux", griff ich zum Schreibzeug. Die meisten Ingredienzien hatte ich im „Griff“. Viel später erst, beim ausprobieren, habe ich festgestellt, das die Menge und Qualität nochmals eine entscheidende Rolle spielen. Nur reine Butter und die richtige Fleischwahl!
Geniessen sie mit mir ein paar Stunden?
Ihr Gastgeber Fredy Staub |